Mittwoch, 26. September 2012
El Morro
Die alte Festung, die den Hafen von San Juan überwacht, habe ich nun schon zum dritten Mal besucht. Zum ersten Mal habe ich mir das Innere geschenkt, die Zeit war diesmal ein wenig knapp. Ich wollte nämlich noch ein wenig durch Old San Juan bummeln, ein paar Postkarten besorgen, Briefmarken, ein paar T-Shirts. Erstaunlicher Weise hat alles geklappt. Ich muss aber noch einmal wiederkommen, denn das geniale Café Bombonera harrt noch meines Besuchs. Auch die Bar mit der drei Meter hochen Bacardi-Fledermaus hatte noch geschlossen.
Montag, 24. September 2012
Ambos
Auf dem Flug von Frankfurt nach Puerto Rico habe ich fleißig nach Anzeichen von Hurricanes Ausschau gehalten. Vor vielen Jahren war ich mit dem letzten Flug in San Juan gelandet, bevor Hurricane George die Insel verwüstete. Damals konnte man den gewaltigen Wolkenwirbel deutlich erkennen, der auf die Karibik zuraste. Diesmal war nichts zu sehen. Zumindest kein Wolkenwirbel. Stattdessen diese hübsche Ambosform. Unten muss es auf dem Meer ganz schön gestürmt haben. Und in 35.000 Fuß höhe wehte ein kräftiger Ostwind, sodass der obere Teil der Gewitterwolke (soll ja eine sein) verweht wurde.
BBQ
Mmmmhhh, lecker! Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen, Spargel auf den Grill werfen. Es ist aber zu empfehlen. Es geht schnell und schmeckt super.
Der grüne Spargel war in Olivenöl eingelegt und mit Pfeffer und Salz gewürzt. Ein wenig Biss hatter er auch noch - gute Arbeit von Christoph, der gerade nicht im Bild ist. Ja, es gab auch Fleisch, es ist im Hintergrund zu sehen. Rinderfilet in Olivenöl und Knoblauch eingelegt; sanft gegart und innen rosa kam es auf den Tisch. Beilagen waren Avocado, Bohnen mit Reis, Brot.
Puerto Rico
Die ersten beiden Tage habe ich am Pool verbracht - herrlich! Bislang kein Regen (war angekündigt) und auch kein Hurricane (nur befürchtet und nicht angekündigt). Die Umstellung auf Klima und Zeit dauert noch an - hoffe, ich wache morgen nicht wieder um drei Uhr nachts auf. Die weiteren Pläne nehmen Gestalt an ...
Sonntag, 11. Dezember 2011
Ein empirischer Beweis, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt

Diese wunderbare Geschichte hat uns Tjark auf dem Pürschlinghaus vorgelesen. Bei Kerzenlicht. Den Text hatte er sich per iPhone im Internet gesucht. Moderne Zeiten. Aber es hat sich gelohnt.
Wer diese Geschichte ursprünglich verfasst hat, ist unbekannt. Sie ist in zahlreichen Varianten zu finden.
Also, nun zum Beweis:
1. Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. Aber: Es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.
2. Es gibt zwei Milliarden Kinder auf der Welt. Aber: Der Weihnachtsmann beliefert (scheinbar) keine Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten. Also reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 Prozent der Gesamtzahl. Demnach sind das noch 378 Millionen Kinder (lt. Volkszählungsbüro). Bei durchschnittlicher Kinderzahl von dreieinhalb Kindern pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.
3. Der Weihnachtsmann hat, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint), einen 31-Stunden-Weihnachtstag (bedingt durch verschiedene Zeitzonen). Das macht 822,6 Besuche pro Sekunde. Für jeden christlichen Haushalt bleibt eine Besuchs- und Bescherungszeit von 1/1000 (eine Tausendstel) Sekunde. Das beinhaltet: Parken, aus dem Schlitten springen, Schornstein runterklettern, Socken füllen, Geschenke unter Weihnachtsbaum verteilen, übriggebliebene Reste des Weihnachtsessens vertilgen, Schornstein raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, jeder dieser 91,8 Millionen Stops sind gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt. Es gibt überall auf der Erde Christen (Sogar in Deutschland und Kamtschatka). Unter diesen Voraussetzungen muß der Weihnachtsmann eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen Kilometern zurücklegen. Nicht mitgerechnet ist die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muß. Also müßte der Schlitten mit 1040 km pro Sekunde fliegen. Das entspricht der 3000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug, der "Ulysses Space Probe", flog mit lächerlichen 43,8 Kilometern pro Sekunde durchs All. Ein gewöhnliches Rentier schafft kaum 24 Kilometer pro Stunde.
4. Die Ladung des Schlittens birgt einen weiteren interessanten Aspekt. Wenn jedes Kind nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa ein Kilo) bekommt, hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen. Den Weihnachtsmann, übereinstimmend als übergewichtig beschrieben, nicht eingerechnet. Ein gewöhnliches Rentier kann aber nicht mehr als 175 Kilogramm ziehen. Selbst bei der Annahme, ein fliegendes Rentier könne das zehnfache ziehen, genügten nicht einmal sechs oder acht Rentiere. Man bräuchte 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst nicht eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elisabeth.
5. 410400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt ungeheuren Luftwiderstand. Dadurch werden die Tiere aufgeheizt, wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 Trillionen Joule Energie absorbieren. - Pro Sekunde. - Jedes. - Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt. Das gesamte Gespann wird innerhalb von fünftausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17500fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein durchschnittlicher bierbäuchiger Mann würde so an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.
Damit kommen wir zu dem Schluss: Wenn der Weihnachtsmann irgendwann einmal auf diese Weise die Geschenke gebracht haben sollte, ist er heute tot. Damit ist bewiesen, dass es ihn nicht gibt!
Donnerstag, 3. Februar 2011
Hoffnung
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